Enkelchen

 

Vor mir liegt ein neugeborenes Kind,

Fast noch blind.

Klein, schmächtig und zart,

Faszinierend apart.

 

Ich sehe neues Leben;

Hoffe auf neues Streben.

Ich sehe Tränen und Lachen.

Gott wird darüber wachen.

 

Ich höre es schon singen;

Sehe es lebenshungrig springen,

Mutig das Leben wagen,

Vertrauend – ohne verzagen.

 

Die Zeit vergeht –

Im Erwachsenen das Kind besteht.

Die Zeit verrinnt.

Eben war es doch noch ein Kind.

 

Jetzt ist es groß;

Hält ein eigenes Baby im Schoß.

Jetzt wird es weise;

Geht selber auf die Elternreise.

 

Das Lebensrad ist rund;

Alles wiederholt sich – tut sich kund.

Jetzt bin ich Opa – schon;

Von der Tochter und vom Sohn.

 

Lieben, verzeihen, weitergehen;

Bleib’ nicht auf der Stelle stehen.

Immer wieder liebend beginnen,

hingebungsvoll empfinden – mir allen Sinnen.

 

Das Leben geht weiter,

das macht mich heiter.

Enkelkinder sind gut,

sie bestätigen zurückliegenden Lebensmut.

Nichts war verkehrt,

durch große, vertrauende Augen – wird Freude beschert.

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