Über andere reden

 

Hallo Du,

fast jeder kennt mich, sicher auch Du.

 

Manchen macht es Spaß, über andere zu reden,

ihr Verhalten zu analysieren,

ihre Schwächen hervorzuheben,

ihre Absichten zu vermuten,

ihre Einstellungen zu moralisieren,

sich über sie zu erheben,

angeblich mitfühlend zu sein

und um von sich selbst,

ihrer Bedeutungslosigkeit

und Leere abzulenken.

 

Sie machen es dezent, –

natürlich nur in bester Absicht

oder in Andeutungen

oder temperamentvoll stürmig.

Sie zerreißen sich das Maul

und rufmorden ihr Opfer.

Sie verachten, verurteilen,

erniedrigen und entehren,

um selbst besser dazustehen.

Aber, wer über andere lästert,

ist selbst eine Niete !

Er hat nichts von und über sich zu erzählen.

 

Beteilige Dich bitte nicht an dem ehrlosen

und vergiftenden Geschwätz dieser Leute.

Du bist nicht der Herr Deines Nächsten.

Konzentriere Dich auf Dich selbst

und überwinde Deine eigenen Schwächen.

Gerade der, den Du heute erniedrigst,

könnte Dich morgen erhöhen.

An ihm kannst Du wachsen und er

kann Dich zu Deinem wahren Wesen führen.

 

Wenn Du aber etwas über andere sagst,

dann würdige das Gute,

rücke es ins rechte Licht

und achte ihre Person.

 

Wem es gelingt, nur das zu sagen,

was dem anderen hilft und ihm nicht schadet

und der dabei ehrlich bleibt,

den kann man als vollkommen betrachten,

der lebt aus seiner Stärke heraus, ist bei sich

und widersteht den Verlockungen des Geredes;

der geht törichten und nutzlosen Redereien

aus dem Weg und hält sich von Schwätzern fern,

der erhält sich seine Unschuld

und tut, was Gott gefällt.

 

 

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