Die erneute Berufung

 

Hallo Du,

zurzeit empfinde ich eine Leere,

ich schwächele und kränkele,

ich bin mir meiner Bestimmung nicht mehr sicher.

 

In meiner Morgenandacht lese ich

   von Mathilda Wrede, dem „Engel der Gefangenen“ und ihrer Berufung

   und auch ich bitte Gott um erneute Berufungsweisung.

 

Und unser Gott ist wieder geduldig und gnädig mit mir.

ER führt mich zu Mt 9,1 – 2. Dort steht:

 

„Jesus stieg in ein Boot und fuhr über den See zurück in seine Stadt.

Dort brachten sie einen Gelähmten auf einer Tragbahre zu ihm.

Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Kranken:

«Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind vergeben.»“

 

Ich bin beschämt und glücklich.

Beschämt,

weil Gott mich erneut auf meine Heilungsberufung hinweist,

   der ich bereits nachkomme, aber doch nur eingeschränkt.

Ich gehorche noch nicht immer meiner inneren Stimme,

   die mir, wenn ich Kranken begegne, Impulse gibt, heilend zu handeln.

Es drängt mich, ihnen die Hand aufzulegen und für Sie

   im Namen unseres allmächtigen und gnädigen Gottes und

   im Namen seines Sohnes Jesus Christus, meines Herrn, und

   im Namen ihres Heiligen Geistes

   aus tiefstem Herzen ein Heilungsgebet zu sprechen.

Glücklich,

weil Gott mir noch etwas sagt:

„Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind vergeben!“

Er tröstet mich in meiner Lage.

Er nennt mich seinen Sohn.

Er sagt und bestätigt mir,

   dass meine Sünden vergeben sind;

   dass meine Vergangenheit nicht mehr zählt;

   dass ich nunmehr vor ihm gereinigt und gerechtfertigt bin.

 

Er sagt, dass ich sein Sohn bin,

das heißt, dass er mich:

·       zu seiner Familie zählt,

·       mit Jesus gleichgestellt,

·       aus und nach seinem Wesen neu geschaffen hat,

·       mit seinem Geist und seiner Kraft erfüllt.

 

Ich bin freigesprochen,

·       Ihm zu dienen und in Seinem Auftrag zu handeln,

·       in Seinem Namen anderen ihre Sünden zu vergeben,

·       in Seinem Namen, und mit der vollen Unterstützung Jesu,
Menschen vollmächtig diese Sündenvergebung zuzusprechen
und dadurch von Gott heilen zu lassen.

 

„Kann man wirklich noch mehr erwarten?

Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?“ (Röm 8,31)

 

„Wer könnte es wagen, die von Gott Auserwählten anzuklagen?
Niemand, denn Gott selbst hat sie von aller Schuld freigesprochen.

Wer wollte es wagen, sie zu verurteilen? Keiner, denn Christus ist

für sie gestorben, ja noch mehr: Er ist vom Tode auferweckt worden

und tritt jetzt vor Gott für uns ein. (Röm 8,33 – 34)

 

Wenn Gott uns beruft, wer kann da noch dagegen sein?

Ich kenne nur eine Antwort: Wir selbst!

Es ist unsere eigene Zaghaftigkeit und Bescheidenheit!

 

„Das kann ich nicht!“

„Ich bin noch zu jung!“

„Ich bin doch zu alt!“

„Ich kann nicht gut reden, beten, …!

„Ich habe Wichtigeres zu tun, keine Zeit, …!“

 

Ja, wir machen alle den gleichen Denkfehler:

Wir denken, wir müssten es tun, aber das stimmt nicht!

Gott beruft uns, damit er durch uns etwas tun kann.

Er braucht uns dafür! Wir sind seine Bodenstation.

Er bewirkt alles.

 

Bei der Hochzeit zu Kana, bei der zu wenig Wein vorhanden war,

ging es Jesus genauso:

„Während des Festes stellte sich heraus, dass der Wein nicht ausreichte.

Da sagte Maria zu ihrem Sohn: «Es ist kein Wein mehr da!»

Doch Jesus antwortete seiner Mutter:

«Was kommst du mit solchen Dingen zu mir!

Die Zeit zu helfen ist für mich noch nicht gekommen!»“ (Joh 2,3 – 4)

 

Gott möchte, dass wir helfen.

Gott möchte, dass wir die Botschaft seiner Liebe

   und unserer Sündenvergebung durch Jesus Christus weitergeben.

Gott möchte uns alle von alten Bindungen und Belastungen befreien,

   damit wir frei werden für ihn.

 

Nun habe ich noch einmal Bestätigung bekommen.

Ich darf meinem inneren Drang nachgeben, ja ich muss es sogar.

Ich darf und brauche mich nicht mehr zurückhalten

   und muss mich nicht fragen, ob ich mich einmische, ob ich es schaffe.

Er tut’s und sein Wille ist, dass ich ihn dabei unterstütze.

 

Danke Vater für die Deutlichkeit Deiner Weisung.

Danke für Deine Geduld und Nachsicht.

Danke für die Heilungskraft, die Du durch mich fließen lässt.

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